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10 THESEN ZU BOSSING

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Gegen Bossing

Abgesägt?

Bossing gibt es überall!

Bossing ist Mobbing aus einer Machtposition heraus, ist Machtmissbrauch. Überall, wo Menschen in Beziehungen zueinander treten, entstehen auch Machtstrukturen. Macht an sich ist weder gut noch schlecht. Aber: Wird die Macht des Einzelnen für oder gegen andere benutzt?  Bossing gibt es leider in jeder Form von Gemeinschaften wie z.B. in Familien, Freizeitgruppen oder Teams und es ist häufiger als man denkt.

1. Warum Mobbing nicht nur in der Firma funktioniert

Mobbing ist dauerhafte Schikane, negativer psychischer Dauer- Druck. Für Mobbing typisch ist z.B. die Verbreitung falscher Tatsachenbehauptungen (üble Nachrede), Forderung sinnloser Handlungen, Gewaltandrohung, soziale Isolation oder ständige ungerechtfertigte Kritik.

Bossing ist der Missbrauch von Machtpositionen und Machtmitteln für die Demütigung und Demotivation von scheinbar „Abhängigen“. Mobbing wird zu Bossing, wenn es in direkter Beziehung zur Macht-Position steht, außerdem gezielt gegen einzelne Personen gerichtet ist, wiederholt oder ständig auftritt und trotz klärender Unterredung nicht geändert wird. Es ist eine Form des Machtmissbrauchs, die leider schwer nachzuweisen und noch schwerer zu bekämpfen ist. Denn direkte Regelverstöße, die sanktioniert werden könnten, liegen meist nicht vor.

2. Jeder führt – aber mit welchen Mitteln?

Mobbing ist Manipulation und Manipulation ist eine angeborene Verhaltenstechnik, jeder „kann“ auch mobben.Auffallend gute Leistungen reichen nicht aus, um vor Mobbing sicher zu sein! Bester zu sein, ist eher gefährlich, denn es erzeugt Konkurrenzdruck, die Vermutung von Überlegenheit und gleichzeitig Angst vor dem Verlust der eigenen sozialen Position. Aber: Jeder andere hat so viel Macht, wie wir ihm geben!

3. Können nur Angestellte gemobbt werden?

Jeder kann jeden mobben, der sich für abhängig und unterlegen fühlt. Mobbing und Bossing funktioniert nicht, wenn man sich der eigenen Macht bewusst ist. Wettbewerb als ständiger Vergleich mit anderen führt aber häufig zum „Nacheifern“ der vermeintlich Erfolgreichen oder Mächtigen ohne Selbstbewusstsein und ohne eigene Ziele. Das schafft in allen Bereichen des Lebens hierarchische Strukturen, die nicht nur von einer „Spitze“, sondern auch von einem „Ende“ des sozialen Rankings gekennzeichnet sind. Vorstellungen von einem gesellschaftlichen  „Oben“ und „Unten“ sind in diesem Fall die Basis für Mobbing und Bossing. Es lohnt sich also zu prüfen: Bin ich wirklich abhängig oder Glaube ich nur, abhängig zu sein?

4. Führungskräfte mobben andere Führungskräfte (Bossing) weil:

Die Hoffnung auf eine (Be-)Förderung aufgrund guter Leistungen führt in eine Warteschleife! Es ist nicht klar, wann man gut genug ist und für welche Art von Entwicklung man gefördert werden will/soll. Unklare, nur diffuse Karrierewünsche, das Ziel „irgendwie“ weiter zu kommen, für (fast) alles offen zu sein bedeutet, dass man sich an der vorhandenen Struktur orientiert. Diese befindet sich aber fast überall in einem rasanten Wandel – bietet also kaum Orientierung für planbare Karrieren. Die erkennbaren Wunschposten sind besetzt oder andere Kandidaten haben bessere Chancen und ziehen vorbei. Es herrscht sozusagen dünne Luft und wenig Sicherheit. Und das ergibt eine starke Konkurrenz. Gleichzeitig wissen Führungskräfte um ihre steigende gegenseitige Abhängigkeit in kaum zu steuernden Systemen. Erfolg kann immer seltener nur in einem Bereich und gegen andere erreicht werden. Von wegen „Konkurrenz belebt das Geschäft“ – nein, sie stört!

5. Wer ist der „Boss“ der Selbständigen?

Kunden? Nein, sie selbst! Deshalb können sie nicht gemobbt oder gar „gebosst“ werden, es sei denn, sie tun es sich selbst an. Wie geht Eigen-Mobbing? Es ist die freiwillige Unterwerfung unter die gefühlte Macht von anderen, zum Beispiel Wettbewerbern oder leistungsfähigeren Anbietern, besonders zahlungskräftigen Kunden oder Kritikern. Aber für ständige Selbstverkleinerung wird keiner „belohnt“. Die wirklich Erfolgreichen denken nicht zuerst an ihr Image, sondern an den Nutzen, den sie für andere bringen können – deshalb wirken sie oft bescheiden. Denn nicht wer an sich zweifelt, sondern wer für andere Nutzen bietet, ist wahrhaft mächtig.

6. Es gibt verschiedene Formen von Bossing, zum Beispiel

  • Ständige Über-Belastung, immer wieder künstlich erzeugter Zeitdruck, gehetzt werden

  • Die Verweigern von Entwicklungsmöglichkeiten, das Drohen mit Nachteilen

  • Ständige ungerechtfertigte Kritik, persönliche Missachtung, deutlich gezeigte Geringschätzung

  • Kontaktverweigerung (keine Zeit), Vorenthalten von Informationen

und Kombinationen davonDas heisst ein Führungs- Verhalten, was gezielt mit der Angst vor schwerwiegenden Nachteilen belastet.

7. Weiterkommen heißt wegkommen!

Bestimme selbst, wohin. Mach dich verzichtbar, wo du bist, wenn du etwas anderes willst. Sorge für Ersatz oder empfehle weiter, für all das, was du selbst nicht leisten willst. Vermeide Verdrängungskämpfe – du hast zu viele Gegner auf einmal. Organisiere deine Helfer und zukünftige Partner auch außerhalb deines aktuellen Wirkungskreises (sei Teil mehrerer Systeme) und biete anderen deinen Beitrag für eine sinnvolle Perspektive. Du kannst nicht bleiben, wo Du bist, wenn Du Dich entwickeln willst!

8. Netzwerke für deine Zukunft, nicht für eine/n Chef/in oder jemand, der/die sich dafür hält!

Suche 5 Vorbilder und gewinne ihre Nähe. Bleibe in Kontakt mit denen, die schon dort sind, wo Du hin willst – in anderen Branchen! Nimm Dir vor, Dich selbst zu entwickeln – nicht Deine Position. Werde sensibel für die Pain Points der anderen. Sieh statt Schwächen an den „Mächtigen“ lieber deren menschliche Potenziale und ihren Kooperationsbedarf – und decke diesen oder finde Menschen, die diesen Bedarf an deiner Stelle decken können. Denn wenn du zum Partner wirst, werden sie nicht deine Feinde.

9. Gegen Bossing hilft die eigene Machtentfaltung

Bist du dir bewusst, worin deine Macht besteht und wie groß diese ist? Falls du gewohnt bist, eher auf die Grenzen deiner Macht zu schauen: die lassen sich erweitern. Du hast es bei anderen oft gesehen, dass Macht zunehmen kann – lass deine Macht nicht abnehmen! Und keine Angst, es geht hierbei nicht um MachtKÄMPFE, sondern um intelligente und elegante Strategien für echte Partnerschaften statt Konkurrenz.

10. Für die eigene Macht ist jeder selbst verantwortlich,

aber Partner können sehr nützlich sein. Als Chef- Beziehungs-Coach habe ich deine Entfaltung im Blick, Machtentfaltung für mehr Selbstbestimmung. Nimm Dir ein Beispiel an Bäumen: Bäume tragen im winzigen Samen schon alle Merkmale, die später den Baum zu voller Große wachsen lassen. Damit vergleichbar sind die Entwicklungsmöglichkeiten für Menschen riesig. Wir brauchen also keinen Konkurrenzkampf, um selbst vorwärts zu kommen. Wenn Du wissen willst, wie es anders geht, komm zum Seminar oder buche dein Coaching-Paket Und wenn Du lieber mit mir diskutieren willst: meine Seite bei Facebook

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